Einseitig & vieldimensional: Was ist ein Onepager?

Gibt es falsche Websites? Bei der Fülle von möglichen Formaten kann man schonmal ins Grübeln kommen. Wir wollen die Entscheidung erleichtern und einen Blick auf den Onepager werfen.

Onepager auf einen Blick:

  • Website mit nur einer Seite
  • Navigation über Scrollen/Ankerpunkte
  • Schnelle Ladezeiten auch bei vielen Effekten

Eignet sich für:

  • Fokussierten Content
  • Viele Effekte; z. B. große Fotos, Parallax etc.
  • Kleine Unternehmen, Freelancer, Events, einzelne Produkte

Es ist das drin, was draufsteht; ein Onepager ist ein Internetauftritt bestehend aus nur einer Seite, auf der sich alles auf derselben Oberfläche abspielt – komplett ohne Unterseiten.

Das erleichtert einerseits die Navigation, die an der Oberfläche stattfindet und die Seite per Scrollen komplett einsehbar macht. Andererseits bietet ein solches Format weniger Platz, um Inhalte zu spielen und fordert eine fokussiertere Darstellung als Multipage-Websites.

Hoch- und Runterscrollen reicht doch, oder?

Nein, auch ein Onepager braucht eine vernünftige Navigation, damit man sich wie zu Hause fühlt. Da will man ja auch nicht erst durch jeden Raum eiern, wenn man nur mal schnell zum Kühlschrank will.

Die Navigation läuft hier über sogenannte Ankerpunkten, die es ermöglichen, direkt zu bestimmten Bereichen auf der Seite zu springen. So muss man sich bei längeren Onepagern nicht erst die Finger wund scrollen, sondern landet ganz smooth genau in der Section, die man über die Navigation ausgewählt hat.

Ein Scroll-Effekt hilft dabei, den Sprung auf eine Section besser verorten zu können. Separate Links für die einzelnen Sections ermöglichen den direktesten Weg von der Suchmaschine zum Seitenabschnitt.

Wann passt ein Onepager?

Onepager sind die optimale Lösung, wenn eine Seite nicht übermäßig viele oder komplexe Inhalte bereitstellen muss und eher durch gezielte Aussagen, optische Opulenz, außergewöhnliches Design und eine klare Struktur überzeugen soll.

Präsentationen von ausgewählten Produkten, Projekten oder Events können ebenso wie Auftritte von Freelancern, Fotografen, Vereinen oder kleinen Unternehmen stilvoll und mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden.

Die einfache Struktur mit der intuitiven Navigation sorgt bei guter Gestaltung zudem für eine sehr gute User Experience, die insbesondere in der mobilen Version eine gute Figur macht.

Eine Seite, viel Oho!

Insbesondere optische Effekte und großflächige Fotos helfen dabei, Onepagern Leben einzuhauchen. Aufgrund der einfachen Struktur lassen sich auch aufwendige Gestaltungen mit schnellen Ladezeiten auf den Bildschirm zaubern.

Opulente oder ausgefallene Designs, Parallax-Effekte oder stimmungsvolle Bildwelten lassen sich auf Onepagern gut zusammenbringen und sorgen für eine optische Tiefe auf einer Oberfläche. Wenn grafische Element dann noch auf das Scrollen reagieren, lassen sich sehr dynamische Websites bauen, die trotzdem einer sehr klaren Linie folgen.

Gute Onepager sind also alles andere als einfach nur "einseitig" – sie bieten viel mehr als style over substance. Denn wenn Content auf den Punkt gebracht werden und auch noch exzellent aussehen soll, ist ein Onepager die erste Wahl.


— Erschienen am 16.04.2019
Lucas Janczik